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29.07.2020 - Wie erkenne ich Schwerhörigkeit bei Kindern?

Eine Schwerhörigkeit bei einem Neugeborenen wird oft schnell entdeckt. Dazu trägt auch das Neugeborenen-Hörscreening bei, das Bestandteil der U 1 ist und innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Geburt gemacht wird. Aber was ist mit Kindern im Krabbelalter oder denen, die bereits in den Kindergarten gehen? Welche Anzeichen gibt es, dass ein Kleinkind schwerhörig sein könnte?

Hörscreening bei Neugeborenen

Während Neugeborene ein bis zwei Tage nach ihrer Geburt mit einem Hörtest auf mögliche Defizite untersucht werden, ist dies bei älteren Kindern nicht unbedingt vorgesehen. Doch es ist keineswegs selten, dass Kleinkinder unter Hörstörungen leiden. Laut Ärzteblatt sind ein bis zwei Kinder von 1000 schwerhörig. Nach einer Schätzung gibt es in Deutschland 7000 bis 8000 hochgradig schwerhörige Kinder und 80.000 bis 150.000 mittelgradig schwerhörige Mädchen und Jungen. Drei bis vier Prozent der Schulkinder leiden an einer leichten Schwerhörigkeit. Das sind insgesamt rund eine halbe Million Kinder, die behandlungsbedürftig sind.

Dunkelziffer ist hoch

Diese Zahlen beziehen sich auf Untersuchungen von 1997. Es ist davon auszugehen, dass inzwischen weitaus mehr Kinder betroffen sind. Doch Statistiken zu erstellen ist schwierig. Nicht jedes Kind, das eine Hörschwäche hat, kommt sofort zum Kinder-, Hals-Nasen-Ohrenarzt oder wird pädakustisch von einem Hörakustiker versorgt. Aus diesem Grund liegt die Zahl wahrscheinlich um ein Vielfaches höher. Die genaue Anzahl kennt niemand.

Temporärer Hörverlust durch Lärm

In Amerika gehen Forscher davon aus, dass ein bis drei Prozent der Kinder einen Hörverlust erlitten haben. 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 19 Jahren haben einen vorübergehenden Hörverlust, den Krankheiten oder Lärm verursacht haben. So hatten fast alle Kinder mindestens einmal eine Mittelohrentzündung, die zu einem Hörverlust geführt hat. Dabei ist gutes Hören essentiell für eine altersgerechte Entwicklung eines Kindes.

Hören und Lernen bedingen einander

Kinder, die schlecht hören, lernen schlecht Sprechen. Das wiederum beeinträchtigt ihr Sozialverhalten ungemein: Sie können nur eingeschränkt mit anderen Kindern kommunizieren und ihre Umwelt nicht mit allen Sinnen wahrnehmen. „Nur, wenn das heranwachsende Kind die Umwelt mit allen Sinnen erfasst und wahrnimmt, kann es ich gezielt an die Umwelt anpassen, die Umgebung erkunden und aufnehmen“, schreibt Prof. Martin Ptok  von der Medizinischen Hochschule Hannover im Ärzteblatt. Das Hörvermögen ist somit eine der Grundvoraussetzungen für jegliches Lernen – besonders dem Erfassen und Erlernen von Sprache. Doch wie können Eltern erkennen, dass ihr Kleinkind schwerhörig ist?

Hinweise bei kleinen Kindern

Bereits bei Babys kann man Hinweise auf eine Schwerhörigkeit ausmachen. Wenn beispielsweise ein Baby im Alter von vier bis sechs Wochen bei einem lauten Geräusch nicht erschreckt, ist das ein ziemlich sicheres Indiz für eine Schwerhörigkeit. Außerdem sollte es mit den Augen nach vertrauten Geräuschen suchen und lauschen, wenn Sie beispielsweise in einem Abstand von 20 Zentimetern mit den Fingern schnipsen.

Lachen und sich zuwenden

Mit einem halben Jahr sollte das Kind auch auf eine Türklingel reagieren und bei unbekannten Geräuschen unruhig werden. Es sollte dann auch schon hörbar lachen können. Mit einem Jahr sollte es nach einer Geräuschquelle suchen, wenn beispielsweise Musik gehört wird. Außerdem könnte es jetzt schon zufrieden vor sich hin brabbeln.

Wenn ältere Kinder einen Hörverlust erleiden

Auch ältere Kinder können noch einen Hörverlust erleiden. „Bei Kindern zwischen zwei und sechs Jahren kommt es häufig zu Belüftungsstörungen des Mittelohrs. Ursache sind vergrößerte Rachenmandeln, auch Polypen oder Adenoide genannt. Sie verlegen die Ohrtrompete und es kommt zu Ergüssen im Mittelohr“, erklärt Prof. Hans Behrbohm, Chefarzt und Ärztlicher Direktor und Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der Park-Klinik Weißensee. Diese Kinder schnarchten nachts, atmen durch den Mund und reagierten erst bei lauter Ansprache. Zudem hätten sie eine Sprachentwicklungsstörung und sprächen sehr undeutlich. Auch Mittelohrentzündungen können dazu beitragen, dass ein Kind schwerer hört.

Worauf Eltern achten sollten

Eltern können schon früh erkennen, ob ihr Kind schlecht hört. Ein erster Hinweis mutet trivial an: Das Kind sagt, dass es etwas nicht gehört hat. Dieses kommt aber nicht einmal, sondern mehrfach vor. Wenn die Erwachsenen sprechen, schaut das Kind sie intensiv und sehr konzentriert an. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass das Kind versucht, von den Lippen zu lesen. Wenn es zudem lauter spricht als üblich und auch den Fernseher lauter stellt als alle anderen Familienmitglieder, um etwas zu verstehen, könnte es schlicht daran liegen, dass es nur bei diese Lautstärke Gesagtes hören und verstehen kann. Wenn das Kind zudem über Ohrenschmerzen oder Ohrgeräusche klagt, ist es höchste Zeit, einen HNO-Arzt aufzusuchen.

Nach der Diagnose

Hat der HNO-Arzt eine Hörminderung festgestellt, wird er dem Kind Hörgeräte verschreiben. Mit dieser Verordnung können Eltern Hörakustiker aufsuchen, die ihrem Kind weiterhelfen. Unter den Hörakustikern, die dem Verband Pro Akustik angeschlossen sind, gibt es einige Pädakustiker, die auf die Versorgung von Kindern spezialisiert sind. Denn es bedarf ein besonderes Fingerspitzen- und Einfühlungsvermögen mit den kleinen Patienten umzugehen. Die Eltern müssen sich indes keine Sorgen um die Größe der Geräte machen. Inzwischen sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtete Hörgeräte auf dem Markt, die nicht nur kleiner, sondern auch sehr robust sind. Und auch hier gilt: je schneller die Schwerhörigkeit bei einem Kind erkannt und versorgt wird, desto besser ist dies für die Entwicklung des Kindes.

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